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Geschichte und Lage von Vamos

Blick von Vamos Dorf, Chania Kreta

Vamos befindet sich im Bezirk Chania in Westkreta.

Die Geschichte von Vamos reicht weit in die Vergangenheit zurück. Laut historischen Quellen waren die ersten Bewohner arabische Piraten im 8. Jahrhundert. In einer Volkszählung der Venetianer aus dem Jahre 1573 wird Vamos als „Vamou“ mit 271 Einwohnern erwähnt.

Während der Türkenherrschaft in Griechenland war Vamos Hauptquartier der türkischen Armee. Im Jahr 1863 bestimmte ein Pascha namens Savvas Vamos als Sitz der Region Sfakia. Die Bewohner von Vamos bewiesen in dieser Zeit immer wieder ihren Patriotismus, indem sie für die Befreiung Kretas von türkischer Herrschaft kämpften. Die letztendlich den Sieg bringenden Kämpfe im Jahr 1896 befreiten auch Vamos von der Türkenherrschaft.

Vamos erfuhr in der Zeit als Hauptstadt der Provinz Sfakia einen außerordentlichen Entwicklungsschub. Für die damalige Zeit luxuriöse Häuser wurden errichtet, ebenso wie viele öffentliche Gebäude mit neoklassizistischen Elementen. Die größer werdenden ökonomischen Unterschiede in der Gesellschaft zeigten sich gerade auch in der Art zu wohnen: Die Reichen lebten in fast palastähnlichen Gebäuden, während für die armen Schichten das Ein-Stuben-Haus üblich war. Die Herrenhäuser wurden mit Baumaterial aus der Region (Naturstein, Holz und Erde) errichtet und beeindrucken noch heute mit ihrem authentischen, traditionellen Charakter. Bis weit ins 19. Jahrhundert war die Architektur stark von der Herrschaft der Venezianer in Kreta beeinflusst.

Vamos liegt auf einer Höhe von 200 m über dem Meeresspiegel, umgeben von landwirtschaftlich genutzter, aber auch wilder Natur. Heute leben in dem Ort, der die ganze Palette von Dienstleistungsunternehmen anbietet, ca. 800 Einwohner. Es gibt kleine Supermärkte, Bäckerei, Krämerläden, Internetcafé, Landgericht, Post, Bank, Telefongesellschaft OTE, Polizei, Gesundheitszentrum und zwei Tankstellen.

Das architektonische Erbe wird in Vamos gepflegt, sodass der Ort zu den traditionellen Zielen der Gegend gehört: Es gibt noch einen steingepflasterten Dorfweg, das alte Dorfzentrum, die Kapelle der Jungfrau Maria (errichtet im 13. Jahrhundert) und das Kloster Karydi (13.-19. Jahrhundert) mit der phantastischen Olivenölmühle mit 12 Rundbögen.

 

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